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Rezension zu "Maestra" von L. S. Hilton

Femme Fatale mit Kunstverstand - kontrovers diskutiert, aber ich fand es nicht schlecht

Judith Rashleigh ist Expertin für Gemälde und arbeitet in einem renommierten Londoner Auktionshaus. Als sie ein Gemälde prüft, das für eine Auktion vorgesehen ist, entdeckt sie, dass es sich um eine Fälschung handelt. Dennoch will nimmt es ihr Chef für die Auktion auf. Als sie recherchiert und ihn darauf hinweist, dass es kein Original sein kann, feuert er sie.

Doch Judith will wissen, was gespielt wird und kommt hinter ein Komplott, bei dem es um millionenschweren Kunstbetrug geht. Sie will es nicht hinnehmen, dass sie keine Zukunft in der Kunstszene mehr hat und dreht den Spieß kurzerhand um. Sie nimmt, was sie kriegen kann, ist dabei absolut skrupellos und geht über Leichen.

Wird es Judith gelingen, den Kunstbetrug und die Hintergründe aufzuklären und beruflich neu zu starten oder wird ihr ihr skrupelloses Verhalten sogar selbst zum Verhängnis?

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und dort wurde es sehr kontrovers diskutiert. Viele kamen mit der Protagonistin und ihrem egoistischen Verhalten nicht klar. Doch muss ich eine Protagonistin wirklich mögen, um das Buch gut zu finden? Ich kann diese Frage für mich nur mit einem klaren nein beantworten. Judith Rashleigh kommt sehr egoistisch, unberechenbar und auch brutal rüber, und ich kann mich nicht mit ihr identifizieren. Aber das kann ich auch mit einem Massenmörder in einem Thriller nicht. Dennoch hat mich das Buch zumindest in Teilen fesseln können und ich hatte es relativ schnell durchgelesen.

Den Schreibstil fand ich absolut klasse. Er ist schon etwas anspruchsvoll und deshalb ist es kein Buch, bei dem man zwischendurch schnell mal eine Seite liest und dann wieder weglegt. Aber gerade das hat mir gut gefallen. Ich habe auch immer mal wieder die Kunstwerke, die im Buch genannt und beschreiben wurden, gegoogelt, um mir ein Bild davon machen zu können. Es handelte sich durchweg um reale Kunstwerke, die einen entsprechend hohen Preis erzielt haben. Auch das fand ich sehr interessant.

Der Klappentext suggeriert etwas anderes, als der Leser dann tatsächlich serviert bekommt. Die Protagonistin hat sich völlig konträr zu dem entwickelt, was ich eigentlich erwartet habe. Und so etwas mag ich. Zeitweise waren die Passagen zwar etwas langatmig und z.B. gefüllt mit der Beschreibung intensiver Kaufrauschphasen, die mich mit der Zeit etwas gelangweilt haben. Ansonsten fand ich die Geschichte jedoch durchaus lesenswert, auch wenn sie mir wahrscheinlich nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. Als Bewertung gebe ich daher 3 von 5 Sternen.

29.5.16 21:14

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