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Test der Beta-Version von www.juptr.io

Juptr.io ist ein Newsfeed, der mit dem Slogan „Lies nur, was Du lesen willst!“ wirbt.


Es handelt sich um eine neue Online-Plattform, die Mediennutzung im Netz individueller, vielfältiger und fair machen will. Es werden keine persönlichen Daten weitergegeben und der Nutzer bestimmt selbst, welche Inhalte ihm angezeigt werden. Die Nutzung ist kostenlos.


Getestet habe ich die Betaphase.


Die Anmeldung ging einfach und schnell sowie ohne Probleme vonstatten.


Es erscheint eine Übersicht mit verschiedenen Channels wie z.B. Fashion & Beauty, Kochen & Backen, Kunst & Kultur, Schöner Wohnen, Stars & Sternchen, Reisen u.a., aus denen man sich seine persönliche Auswahl zusammenstellen kann. Es ist aber auch möglich, selbst neue Channels anzulegen – zu eigenen Themen und mit den eigenen favorisierten Quellen (Portalen, Blogs, Youtube-Kanäle u.ä.).


Je öfter man Juptr nutzt, desto besser werden die Interessen automatisch erkannt, praktisch „erlernt“. Juptr platziert relevante Inhalte aus tausenden Quellen in den personalisierten Stream. Werden Quellen nicht gewollt, kann man sie sperren. Umgekehrt kann man aber auch seine Lieblingsblogs hinzufügen. Außerdem kann man auch Inhalte loben, später lesen, teilen oder mit Freunden in einem (geschlossenen) Forum diskutieren.


Allerdings müssen mindestens 3 verschiedene Feeds abonniert werden. Weniger ging nicht. Vielleicht habe ich da auch was falsch gemacht.


Die Auswahl ist sehr vielfältig, da gibt es nichts zu meckern. Für jeden sollte etwas Passendes dabei sein.


Täglich kommt eine Mail mit Neuigkeiten aus den abonnierten Feeds. Anfangs kam meist der Hinweis, dass es keine Neuerungen gibt, doch je länger ich angemeldet war, desto mehr Neuigkeiten gab es. Es ist somit also richtig, dass Juptr „lernt“. Allerdings sind mir persönlich die täglichen Mails zuviel. Leider habe ich keine Möglichkeit gefunden, diese zu reduzieren.


Zu Beginn fand ich die Seite relativ unübersichtlich, aber das hat sich mit der Zeit etwas gelegt, zumindest was die Bedienung angeht. Die Artikel dagegen sind einfach nur durcheinander, wahllos hintereinander gefügt und dann auch noch teilweise auf Englisch. Auch wenn ich der englischen Sprache mächtig bin, lese ich doch lieber auf Deutsch. Leider finde ich keine Möglichkeit, grundsätzlich Artikel auf Englisch auszublenden.


Stattdessen kann ich Quellen sperren. Diese müssen jedoch einzeln gesperrt werden und werden dann nicht mehr angezeigt.


Auch gibt es die Möglichkeit, Artikel später zu lesen. Das ist für mich jedoch sinnlos. Wenn mich die Artikel interessieren, lese ich sie direkt, ansonsten gar nicht.


Positiv finde ich, dass Artikel neben den üblichen Möglichkeiten sogar über WhatsApp geteilt werden können.


Der Versuch, meinen eigenen Blog zu verlinken, ist gescheitert, warum auch immer. Wahrscheinlich hat er nicht den Anforderungen genügt.


Ich habe Juptr hauptsächlich auf dem iPad, teilweise auch auf dem Laptop genutzt. Mein Smartphone ist dienstlich, daher habe ich Juptr hier nicht genutzt.


Gegen Ende der Testphase musste ich mich wirklich zwingen, täglich reinzusehen. Ich verliere mehr und mehr das Interesse. Mir ist alles zuviel, und das Versprechen, nur Artikel zu bekommen, die mich interessieren, wurde eigentlich nicht eingehalten, denn ich werde nahezu erschlagen. Eventuell war auch die Testphase zu kurz, denn man kann ja Quellen sperren. Dennoch wäre eine weitere Möglichkeit, mehr zu differenzieren, sinnvoll.


Ich werde mich wohl wieder abmelden und den Newsfeed eher nicht weiter nutzen.


Derzeit kann ich Juptr nur 2 von 5 Sternen geben. Da es sich jedoch um eine Beta-Version handelt, es sicher noch Potential drin.

24.9.16 22:52

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